Chronik

Über die Gründung der ersten Schule in Gföhl wissen wir nichts, es gibt keine Urkunde. Es dürfte aber eine Pfarrschule existiert haben, an der der jeweilige Pfarrer oder Vikar oder der schreibkundige Mesner unterrichtet hat.

Kinder, die in den Ämtern wohnten, wurden von "Waldlehrern" in Bauernhütten unterrichtet.

Andere Kinder, die wegen ihres Alters schon bei der Feldarbeit helfen mussten, wurden vom Unterricht befreit und mussten die Schule am Sonntag (=Sonntagsschule) besuchen.

* Seit Kaiserin Maria Theresia ein neues Schulgesetz erließ, müssen alle Kinder die Schule besuchen.

Im Haus Gföhl Nr. 76 wurde ein Klassenzimmer für zwei Abteilungen eingerichtet. Weil es so feucht und ungesund war, ließ schließlich Graf Sinzendorf ein Schulhaus mit zwei Lehrzimmern errichten, welches später bis zu vier Klassen ausgeweitet wurde.

* Am 10 Mai 1881 wurde anlässlich der Vermählung des österreichischen Kronprinzen Rudolf mit der belgischen Prinzessin Stephanie der Grundstein für unsere heutige Schule gelegt und ein Jahr später feierlich eröffnet. Sie hatte damals 7 Klassen und wurde von 486 Schülern besucht.

Das Objekt der heutigen Volksschule in Gföhl war ehemals ein Gasthaus. Aufgrund der ständig steigenden Schülerzahl, welche durch die achtjährige Schulpflicht durch das Reichsvolksschulgesetz des Jahres 1869 bewirkt wurde, war ein Schulneubau unbedingt erforderlich.

Nach langen Verhandlungen wurde am 14. November 1880 besagtes Gebäude durch den Ortsschulrat um 6.550 Gulden von Gastwirt Leopold Seidl erworben. Der Umbau kostete 36 000 Gulden! Die neue Volksschule, bestehend aus sieben Klassenzimmern, einem Konferenz- und einem Lehrmittelzimmer, sowie der integrierten Wohnung des Oberlehrers, wurde am 10. Mai 1882 feierlich eingeweiht.

* Am 11. Mai 1882 wurde unter Oberlehrer Christian Steiner der Unterricht für 486 Schüler aufgenommen, wobei sich die Klassenschülerzahl zwischen 54 und 88 Kindern bewegte! (Gföhler Heimatbuch, Vf. Richard Neumayer)

Weil viele Kinder einen weiten Schulweg hatten und der Unterricht den ganzen Tag dauerte, errichtete man zu Mittag bald eine Schülerausspeisung mit Hilfe von Spenden.

* Nach dem 2. Weltkrieg waren in unserem Schulhaus russische Soldaten einquartiert.

Im Jahre 1962 erhielt die Schule einen Zubau im Süden, 1976 wurde sie renoviert, 1981 wurde ein Turnsaal gebaut, 1992 wurden neue Schulmöbel angekauft, 1999 wurde der Zubau aufgestockt, 2000 wurden erstmals Computer für den Unterricht verwendet und 2001 erhielt die Schule ein neues Läutwerk und die Fassade wurde renoviert.

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